
Das Basler Klassikpublikum hat ein Luxusproblem – daran ist La Cetra nicht unschuldig
La Cetra setzt seit Jahren Qualitätsstandards in der Barockmusik – und treibt die Ansprüche des Publikums in die Höhe. Das zeigt sich auch am 200-minütigen Opernabend mit Händels «Ariodante».
Eigentlich ist die längste Zeit alles in bester Ordnung. Sechzig Minuten lang, um genau zu sein. Zwei wollen sich das Ja-Wort geben, der König hat keine Einwände. Was man in dieser Stunde nicht vorausahnen kann: Die längste Zeit hat noch gar nicht angefangen an diesem Konzertabend, der von 19 bis 23 Uhr dauert, drei Akte und zwei Pausen enthält. Und somit Georg Friedrich Händel und seinem Stabschef Andrea Marcon genug Spielraum bietet, um sechs Gesangssoli durch das Tal der Tränen zu schicken.
