
Können Juden, Christen und Palästinenser miteinander feiern?
Während Zubin Mehta Israel boykottiert, will das Mizmorim-Festival in Basel die Stadt Jerusalem musikalisch porträtieren. Eine Stellungnahme zum Konflikt in Gaza unterbleibt.
Man könnte sich dieser Tage auch einfachere Jobs vorstellen, als den von Michal Lewkowicz. Seit sie vor zwölf Jahren ihr Mizmorim-Festival gegründet hat, setzt sich die ausgebildete Klarinettistin mit aller Kraft für die „Begegnung jüdischer Musik und westlicher Kammermusik“ ein. Noch dazu in Basel, das sich in der sonst so moderaten Schweiz gemeinsam mit Bern zur Hochburg der Pro-Palästina-Proteste entwickelt hat. Noch im Mai vergangenen Jahres zog die Eröffnungsparade des Eurovision Songcontest durch ein Flaggenmeer, in dem die bemühten Aufrufe nach „United in Music“ in Fluten glühender Hassparolen untergingen.
