
Musikförderung im Städtevergleich: "Es geht nicht darum, Klassik zu bashen"
Zwischen 76 und 95 Prozent der öffentlichen Musikförderung fliessen in den untersuchten Schweizer Städten in die klassische Musik. In Genf wird pro Kopf viermal mehr Geld für «Musiques Actuelles» ausgegeben als in Zürich. Eine neue Recherche der Musikvielfaltsinitiative zeigt grosse Unterschiede in der öffentlichen Musikförderung – und will damit eine Debatte über deren Verteilung anstossen.
Für die Recherche wurden die Musikfördergelder von Basel, Bern, Zürich, Genf, Lausanne und Lugano verglichen. Untersucht wurden kantonale und städtische Mittel sowie Beiträge aus Lotteriefonds. Besonders deutlich wird dabei die unterschiedliche Gewichtung von klassischer und aktueller Musik: Während in Zürich rund 90 Prozent der Musikförderung in die klassische Musik fliessen, sind es bei «Musiques Actuelles» gerade einmal drei Prozent.