
Umstritten und teuer: Operndiva Anna Netrebko debütiert in Basel
Luzern hat sie ausgeladen, in Zürich wurde sie rehabilitiert: Nun tritt die russische Starsopranistin erstmals im Stadtcasino Basel auf – trotz Protesten bei nahezu all ihren Auftritten.
Kein Beifall ohne Proteste: So lautet derzeit die Dramaturgie eines jeden Klassikevents, bei dem Anna Netrebko auf dem Abendzettel steht - sei es am Sonntag bei der Berliner Premiere vom «Maskenball» oder bei «La Forza del Destino» letzten Herbst am Opernhaus Zürich. Dort wurde man nach Vorstellungsende auf dem Sechseläutenplatz von einer Demonstrantin empfangen, die Hände, das Gesicht mit roter Farbe beschmiert, mit Blut. Sie klatschte, in sturem, anklagendem Widerstand. Und stellte klar: Wo immer Anna Netrebko auftritt, geht es auch um Politik.

